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4. Dezember 2018

Worauf solltest du deinen Fokus wirklich legen? – Teil 2

Im ersten Teil dieser Reihe, hast du schon die beiden grundlegenden Varianten Ergebnisorientierung und Prozessorientierung kennengelernt. Der heutige Blogartikel soll dir zeigen, wie du diese beiden Strategien effektiv in deiner Trainingskarriere nutzen kannst.

Wie bereits erwähnt, ist die größte Gefahr bei der Ergebnisorientierung, dass du deine Ziele zu hoch ansetzt und diese falsch planst. Dein Ziel sollte dabei Spezifisch, also so genau wie möglich definiert sein. Zusätzlich sollten es Messbar und für dich selbst Ansprechend sein. Außerdem kommt es auf eine Realistische und zeitlich Terminierte Zielsetzung an. Mehr zum Thema SMART erfährst du in deiner Fitnessanleitung. Bei der Prozessorientierung solltest du genau die gleichen Begriffe hinterfragen. Was ist nun aber besser? Solltest du dich mehr auf dein Ziel oder auf dein Training (Prozess) an sich fokussieren?

Für den optimalen Erfolg solltest du das Beste aus beiden Ansätzen kombinieren. Würdest du dich nur darauf konzentrieren 100kg Bankdrücken zu schaffen, dann kann dein Ziel zwar SMART formuliert sein, aber wenn du sehr ineffektiv trainierst (Prozess), wirst du dein Ziel vielleicht niemals erreichen. Wenn du auf der anderen Seite aber kein richtiges Ziel vor Augen hast, dein Training aber optimal gestaltet ist, dann baust du zwar Muskulatur auf, aber bist nicht so fokussiert und empfindest nicht dieses extrem gute Gefühl, wenn du deine ersten kleineren Ziele einmal erreicht hast. Hierbei spielt die Motivation eine extrem wichtige Rolle, die bei den meisten in der Ergebnisorientierung höher ist. Wie kannst du jetzt aber beide Aspekte verbinden?

Prozess-Ergebnis-Intervall heißt die Kombination aus beiden. Dabei planst du den Prozess und das Ziel SMART und setzt dir zusätzlich kleine Zwischenziele. All dies sollte aber in Intervallen stattfinden, da du sonst schnell demotiviert wirst, wenn du einmal nicht die exakte, von dir geplante Zahl erreichst. Das hört sich zunächst ein bisschen kompliziert an, ist in der Praxis, anhand eines Beispiels aber sehr leicht nachzuvollziehen:

Dein Ziel könnte sein: 4-6 kg in 10 Wochen zu verlieren (Ergebnis). Einer von mehreren Prozessen für diese Zielerreich wäre z.B. 3-4 Mahlzeiten mit Proteinen pro Tag zu konsumieren (Prozess). Das Prozess-Ergebnis-Intervall wäre dann ca. 0,4 – 0,6 kg Körpergewicht pro Woche zu verlieren. Pro Ziel kannst du dir mehrere Prozesse überlegen, die das Ziel möglich machen. Umgekehrt sollte dies aber nicht erfolgen. D.h. nicht mehrere Prozesse für mehrere Ziele, da du sonst sehr leicht den Überblick verlieren kannst. Du merkst also, dass das gar nicht so schwierig ist. Die folgende Grafik stellt diesen Sachverhalt noch einmal allgemein dar.

 

Smart

 

Ich hoffe ich konnte dir wieder ein paar nützliche Infos geben, um deine Trainingskarriere besser zu gestalten. Bleib gespannt auf den nächsten Blogartikel und hau rein!

Dein Goeerki

 


1 Jan Brause, How to help coaching clients reframe their thinking, Coach the coach issue 5, 2004.

2 William R. Miller & Stephen Rollnick, Motivational interviewing, third edition: helping people change, 2012.