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10. Juli 2019

Worauf du bei Fitnessliteratur achten solltest – Teil 1

Informationen und Empfehlungen zum Fitnesstraining und der zugehörigen Ernährung gibt es wie Sand am Meer. Leider sind viel zu oft falsche und teilweise lächerliche Aussagen dabei. Wie kannst du aber wissen, welche Informationen nützlich und welche unwahr sind? Diese kurze Blogartikelserie soll dir dabei helfen einen groben Überblick zu gewinnen, auf welche Quellen du vertrauen solltest und welche du getrost ignorieren kannst.

Die Essenz des wissenschaftlichen Arbeitens bilden Theorien. Wir beobachten unsere Welt, wie wir sie sehen und leiten daraus Theorien und Gesetzmäßigkeiten ab, mit denen wir erklären möchten, wie die Welt funktioniert. Solche Theorien finden wir in wissenschaftlichen Studien, aber nur weil eine solche Theorie in einer Studie veröffentlicht wurde, heißt dies nicht automatisch, dass sie wahr ist!

Um eine Reihenfolge festzulegen welchen Theorien mehr Glauben geschenkt werden kann, hat man die sogenannte Evidenzhierarchie erstellt, die auf einen Blick erklärt, wieviel Wert du einer Aussage, Theorie, Studie etc. beimessen solltest. Als Beispiel nehmen wir hier eine muskulöse Person aus dem Fitnessstudio, die erklärt, dass ausschließlich Low-Carb Diäten langfristig Fett verbrennen können. Da diese Person einen niedrigen Körperfettanteil durch Low-Carb Diäten erreicht hat, schwört sie auf diese Methode und lässt dabei alle anderen Alternativen außen vor. Hinter dieser Theorie steckt nicht einmal eine böswillige Absicht, jedoch wirkt diese Person durch ihre fortgeschrittene Körperkomposition als „vertrauensvolle Quelle“. Gerade Anfänger lassen sich sehr leicht von solchen Personen beeinflussen. Wie du mittlerweile weist, zeigen zahlreiche Studien, dass der entscheidende Faktor das Kaloriendefizit ist, und dir das Streichen eines Makronährstoffes im Gesamtbild nicht dabei hilft mehr Fett zu verbrennen.

 

Diese stark vereinfachte Evidenzpyramide zeigt dir, wie du Informationen und Aussagen einordnen kannst. Ganz unten ist die Fehleranfälligkeit sehr hoch und die Aussagekraft sehr niedrig. Beides ändert sich, wenn du dich in der Pyramide nach oben bewegst. Wichtig hierbei ist, dass zwischen den einzelnen Punkten noch viele weitere Unterpunkte vorhanden sind, was die Pyramide im angewandten, wissenschaftlichen Kontext noch höher macht. Auf die einzelnen Punkte und deren Beispiele gehen wir in Teil 2 genauer ein. Bleib gespannt und hau rein!

Dein Goeerki