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1. April 2019

Wie ist unsere Schultermuskulatur aufgebaut?

Wie du weist trägt deine Schultermuskulatur erheblich zu einem breiteren Aussehen bei. Sie bildet quasi die oberen Eckpunkte der typischen X-Form, welche man als fitnessbegeisterter Mensch anstrebt. Die meisten scheitern jedoch daran eine kräftige Schultermuskulatur zu entwickeln, da häufig die Hintergründe der einzelnen Muskelfasern unbekannt sind. Der heutige Blogartikel soll etwas Licht ins Dunkel bringen und dir erklären, welche Muskelfasern mit welchen Übungen am effektivsten angesteuert werden können.

GrafikTatsächlich umfasst der Begriff Schultermuskulatur wesentlich mehr Muskeln als die typischen, äußerlich sichtbaren. In der Umgangssprache setzten wir die Schultermuskulatur meist mit dem Deltamuskel gleich, der auch als Deltoideus bezeichnet wird.

Auch wenn es den optischen Anschein hat, besitzt der Deltamuskel aber keine Köpfe wie z.B. der Bizeps oder der Trizeps. Vielmehr besteht er aus mehreren Bereichen, die durch unterschiedliche Übungen angesteuert werden können.

Der Deltamuskel setzt am Schlüsselbein und dem Schulterblatt an und verbindet diese beiden Knochen mit dem oberen Teil des Oberarmknochens. Die rote Linie markiert die Verbindungsstelle am Schlüsselbein, während die grüne den Ansatz am Schulterblatt zeigt. Die blaue Linie beschreibt die Verbindung zum Oberarmknochen, während die schwarzen Linien der Verlauf des Muskels ohne Verbindungsstelle markieren. 

Wie bereits erwähnt, erkennt man beim Deltamuskel verschieden Bereiche. Die vorderen Muskelfasern des Deltoideus (1) sorgen z.B. für das Anheben und die Innenrotation des Arms. Die mittleren Muskelfasern (2) spreizen den Arm vom Körper weg, während die hinteren Muskelfasern (3), die auf dem Bild nur teilweise sichtbar sind, den Arm nach hinten weg strecken ihn nach außen rotieren.

Wichtig zu erwähnen bleibt jedoch, dass auch hier, ähnlich wie beim Brustmuskel, einzelne Muskelfasern nicht isoliert angesteuert werden können. Das bedeutet, dass der gesamte Deltamuskel bei jedem der genannten Bewegungen aktiv ist, jedoch die Muskelfasern zu einem unterschiedlichen Verhältnis miteinbezogen werden. Aufgrund der dir jetzt bekannten Ansätze und Bereiche kannst du nun bestimmen worauf die einzelnen Übungen wie z.B. Seitheben abzielen. Zusätzlich kannst du z.B. feststellen, dass bei Übungen wie Kickbacks unweigerlich die hintere Schulter isometrisch gegen die Schwerkraft mitarbeiten muss, obwohl die Übung in erster Linie für den Trizeps gedacht ist.

Ich hoffe ich konnte dir wieder ein paar nützliche Informationen mit auf den Weg geben. Bleib gespannt auf die nächsten Blogartikel und hau rein.

Dein Goeerki