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12. Mai 2019

Wie ist deine Unterarmmuskulatur aufgebaut – Teil 2

Im letzten Blogartikel haben wir uns schon mit der Unterarmmuskulatur beschäftigt – genauer gesagt mit den Extensoren. Diese werden auch als Streckmuskeln bezeichnet und wenn du hierzu mehr erfahren willst, solltest du den ersten Teil dieser Reihe lesen. Die Gegenspieler zu dieser Muskelgruppe sind die Beugemuskeln des Unterarms, die auch als Flexoren bezeichnet werden. Im heutigen Blogartikel gehen wir genauer auf die einzelnen Muskeln dieser Partie ein und untersuchen welche Bewegungen sie ermöglichen. Abschließend erhältst du wie gewohnt noch ein paar zugehörige Tipps für dein alltägliches Training.

Grafik

Wie auch bei den Streckmuskeln, bestehen die Beugemuskeln aus mehreren, einzelnen Muskelschichten. Um die Anatomie zu vereinfachen, konzentrieren wir uns überwiegen auf die oberflächlich liegenden Muskeln und deren Aufgaben. Auf den ersten Blick erkennst du bestimmt, dass die Flexoren in einer Art Fächerform aufgespannt sind. Die Fläche der einzelnen farbigen Linien zeigt den ungefähren Bereich des Beugemuskels.

Ein Großteil der Muskeln des vorderen Unterarms ist am inneren Knochenvorsprung des Ellenbogengelenks befestigt. Auf der anderen Seite sind die Muskeln entweder an der Mittelhand befestigt oder gehen sogar bis in die Finger.

Die rote Linie beschreibt den runden Einwärtsdreher Muskel, der auch als pronator teres bezeichnet wird. Der speichenseitige Handbeuger wird durch die gelbe Linie markiert und wird auch als flexor carpi radialis bezeichnet. Direkt daneben liegt der lange Hohlhandmuskel, der auch palmaris longus heißt und durch die blaue Linie markiert wird. Unser letzter Fächermuskel wird durch die grüne Linie gekennzeichnet und heißt ellenseitiger Handbeuger oder auch flexor carpi ulnaris.

Grundsätzlich sind die meisten Flexoren des Unterarms für das Beugen zuständig. Andere, wie z.B. der pronator teres, sind gleichzeitig für die Einwärtsdrehung verantwortlich. Außerdem wird durch diese Muskeln das Handgelenk (kleiner Finger) zum Unterarm herangeführt.

Die Flexoren werden bei normalen Bizepscurls mittrainiert, da sie gegen die Schwerkraft arbeiten müssen. Besonders interessant sind dabei noch einarmige Bizepscurls mit Einwärtsdrehung des Arms, da dadurch der pronator teres zusätzlich beansprucht werden kann. Eine ausgeprägte Unterarmmuskulatur hilft dir außerdem bei Grundübungen, wie dem Bankdrücken, eine stabilere Form beizubehalten.

Ich hoffe du konntest wieder ein paar nützliche Informationen aus diesem Blogartikel ziehen. Hau rein!

Dein Goeerki