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29. April 2019

Wie ist dein Latissimus aufgebaut?

Als ein großer Teil des Rückens ist der Latissimus vor allem für ein breites Aussehen verantwortlich. Bei den meisten Fitnessbegeisterten ist er von hinten sichtbar, jedoch kommt er nur bei den wenigsten auch in der Vorderansicht stark zur Geltung. Bei sehr vielen Sportarten wie z.B. Klettern, Schwimmen oder Rudern, aber auch bei den typischen Klimmzügen, wird der Latissimus beansprucht. Der heutige Blogartikel zeigt dir, wie der Latissimus aufgebaut ist und für welche Bewegungen er zuständig ist, damit du ihn bei deiner nächsten Rückeneinheit effektiver trainieren kannst.

Auf dem Bild links siehst du den ungefähren Verlauf des Latissimus. In der Fachsprache wird der große Rückenmuskel mit dem vollen Namen latissimus dorsi bezeichnet. Die unterschiedlichen Linien sehen zunächst kompliziert aus, aber wir werden sie wie gewohnt Schritt für Schritt durchgehen.
Die grüne Linie zeigt den Verlauf des Latissimus in die Breite. Diesen Teil des Muskels wollen die meisten Trainierenden besonders ansprechen, da dadurch der Körper eine stärkere X-Form bekommt. Interessanterweise verläuft der große Rückenmuskel aber noch weiter, und zwar zum Oberarmknochen. Dieser Verlauf ist bei einer normalen Rückansicht nur schwer zu erkennen und ist hier mit den beiden roten Linien dargestellt. Im Lendenbereich setzt der Muskel an einer großen Faszie an, die sich auch weiter nach oben erstreckt. Außerdem ist der Latissimus mit dem Beckenknochen verbunden, was durch die orangene Linie verdeutlich wird. Die blaue Linie beschreibt den Verlauf des Muskels zur Wirbelsäule hin. Wenn du den Blogartikel über den Trapezius gelesen hast, bemerkst du vielleicht, dass dessen Verlauf sich mit dem des Latissimus überschneidet. An der inneren blauen Linie liegt der Trapezius nämlich über dem Latissimus und verdeckt diesen zum Teil. Die mittlere schwarze Linie beschreibt die Verbindung mit den einzelnen Wirbeln der Wirbelsäule.

Der Latissimus dorsi hat zahlreiche Aufgaben. Zum einen bewegt er den Arm nach hinten und zieht diesem zum Körper heran. Diese Bewegungen kennst du z.B. von Klimmzügen oder diversen Ruderübungen. Zusätzlich lässt er den Oberarmknochen nach innen rotieren und bewegt den Körper zum Arm hin, wie z.B. beim Klettern. Aus diesem Wissen kannst du z.B. ableiten, dass es sinnvoll ist bei den Ruderübungen nicht die Schultern anzuheben, da sonst andere Muskeln den Latissimus entlasten. Des Weiteren erkennst du jetzt, wie du deine Arme in Relation zu deinem Körper bewegen musst, um den Latissimus gezielt zu trainieren.

Schnapp dir bei deinem nächsten Training doch einmal ein Theraband und versuche die zuvor erwähnten Bewegungen nachzumachen und dabei deinen Latissimus zu spüren. Ich hoffe ich konnte dir wieder ein paar nützliche Tipps mit auf den Weg geben. Hau rein!

Dein Goeerki