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15. April 2019

Wie ist dein Kapuzenmuskel aufgebaut?

Den Kapuzenmuskel kennen die meisten wohl vom typischen „Stiernacken“, den man vor allem auf der Vorderseite sieht. Tatsächlich erstreckt er sich aber noch viel weiter über den Rücken und wird teilweise sogar mit dem Latissimus verwechselt. Der heutige Blogartikel zeigt dir den Verlauf und die Aufgaben des Kapuzenmuskels, damit du ihn in den einzelnen Übungen genau lokalisieren und ihn mit verschiedenen Übungen effektiv trainieren kannst.

Grafik

Der Kapuzen- oder Kappenmuskel wird in der Fachsprache als Trapezius bezeichnet und setzt an sehr unterschiedlichen Stellen an. Der obersterste Ansatz geht sogar bis an den Hinterkopf (rote Linie). Der Trapezius verläuft dann am Nacken weiter (grüne Linie) und ist auf der Vorderseite mit dem Schlüsselbein und auf der Rückseite mit dem Schulterblatt verbunden. Die blaue Linie beschreibt den Muskelverlauf auf jeder Seite bis zur Wirbelsäule hin. Außerdem ist der Trapezius and den einzelnen Wirbeln der Wirbelsäule befestigt, was durch die schwarze Linie verdeutlicht wird.

Der Trapezius lässt sich zudem in drei Teile gliedern. Diese Aufteilung hängt mit dem Verlauf der Muskelfasern zusammen, da diese nicht einfach alle von z.B. links nach rechts verlaufen. Der obere Teil, welcher zwischen der roten und der ersten weißen Linie verläuft, ist für das Anheben der Schultern zuständig. Der untere Teil, zwischen der zweiten weißen Linie und der unteren Spitze, zieht die Schultern wieder nach unten. Der mittlere Teil (zwischen den zwei weißen Linien) zieht, unter Beihilfe des oberen und unteren Teils, die Schulterblätter nach hinten zusammen.

Wenn du z.B. nach vorne hängende Schultern hast, kann es durchaus Sinn machen den Trapezius zu trainieren, da bei einer schwach ausgebildeten Muskulatur an dieser Stelle die Schulterblätter nicht mehr richtig nach hinten gezogen werden. Außerdem erkennst du durch den Verlauf der Muskelfasern der einzelnen Teile des Trapezius, dass typische Shrugs im Stehen nicht alle Fasern des Muskels ansprechen. Vielmehr Sinn macht es hierbei mit Winkeln zu arbeiten, indem du deinen Oberkörper beim Shrug leicht nach vorne lehnst, um den mittleren Part noch stärker zu involvieren.

Versuche doch beim nächsten Workout deinen Trapezius stärker miteinzubinden und experimentiere ruhig etwas herum, indem du dein Oberkörper in verschiedenen Winkeln zum Boden neigst. Ich hoffe ich konnte dir wieder ein paar nützliche Tipps mit auf den Weg geben. Hau rein!

Dein Goeerki