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13. Mai 2018

Welche Energiesysteme wirken bei deinem Training? – Teil 1

In der Fitnessanleitung haben wir uns bereits mit den energiebereitstellenden Makronährstoffen beschäftigt und wie diese dein Training unterstützen können. Im folgenden Blogartikel geht es noch genauer um die Energiewährung des Körpers und wie diese durch die Makronährstoffe hergestellt wird.

Vielleicht hast du im Zusammenhang mit dem Krafttraining schon einmal etwas von ATP oder Adenosintriphosphat gehört. Da es der zentrale Energieträger und an zahlreichen Prozessen in deinem Körper beteiligt ist, spricht man auch häufig von der Energiewährung des Organismus. Du kannst dir das ein bisschen wie eine normale Geldwährung vorstellen. Du bezahlst quasi mit Euro, hier ATP, und bekommst dafür etwas, wie z.B. einen Bewegungsablauf beim Kniebeugen. Genauer gesagt steckt in den chemischen Bindungen des ATP – Moleküls viel Energie, die bei einer Auflösung oder Abspaltung am Molekül freigesetzt wird. Diese freigesetzte Energie können wir dann z.B. in unserem Training für die einzelnen Bewegungen nutzen. Zu jeder Zeit speichert unser Körper auch ca. 250g ATP und kann dieses auch bei Verlust durch mehrere, sogenannte Energiesysteme wiederherstellen. Sehr häufig kommt beim ATP die Abspaltung einer Phosphatgruppe zu ADP, jetzt nur noch Adenosindiphosphat (zwei statt drei), vor, wodurch wie zuvor erwähnt, die Energie in den Bindungen frei wird. Der Körper nutzt also ATP und holt sich daraus Energie für alltägliche Prozesse, wie dein Training. Dadurch wandelt sich ATP häufig in ADP um, was Energie freisetzt.

 

Energiesystem

 

Schön und gut. Jetzt fragst du dich bestimmt woher das ATP überhaupt kommt und hier bringen wir die einzelnen Nahrungsmittel und die Makronährstoffe ins Spiel, die du bereits näher in deiner Fitnessanleitung kennengelernt hast. Dein Körper besitzt untere anderem 3 große Hauptenergiesysteme, welche jeweils einzelne Makronährstoffe aus der Nahrung verwenden und daraus wieder ATP herstellen um deinem Organismus Energie zu liefern. Diese Systeme sind der Citratzyklus, die Glykolyse und der Phosphatstoffwechsel. Die Systeme tauschen sich untereinander aus und haben alle einen sehr komplexen Aufbau. Im nächsten Blogartikel: Welche Energiesysteme wirken bei deinem Training – Teil 2, werden wir einen groben Überblick auf diese Systeme geben und sie in direkten Zusammenhang mit deinen sportlichen Zielen zu bringen. Ich hoffe ich konnte dir wieder ein paar nützliche Infos vermitteln. Sei gespannt auf Teil 2, hau rein!

Dein Goeerki

 


1 Biochemistry. 5th. Edition. Berg JM, Tymoczko JL, Stryer L., New York: W H Freeman, 2002.