Jetzt starten
Login
3. Juni 2018

Welche Bedeutung haben Bewegungsebenen in deinem Training? – Teil 2

Im letzten Blogartikel des ersten Teils haben wir die drei grundlegenden Bewegungsebenen kennengelernt. Im Folgenden gehen wir etwas näher auf die genauere Bedeutung und den Einfluss auf die Übungsauswahl ein.

Je nachdem wie fortgeschritten du im Training bist, kannst du auf die unterschiedlichsten Übungen zurückgreifen. Wenn du noch nie Krafttraining betrieben hast, können Eigengewichtsübungen durchaus Sinn machen, damit du ein Gefühl für deinen Körper und dessen Muskelapparat bekommst. Hierbei gilt vom Einfachen zum Komplexen. Einfache Übungen sind in der Regel mit einer verkürzten Bewegungsamplitude, wenig Bewegungsebenen und meist Eigengewicht vor Kurzhanteln und dergleichen ausführbar. In den kommenden Blogartikeln wird noch einmal vertieft auf die Progression durch die Übungsauswahl eingegangen. Wichtig ist jedoch, dass du als Anfänger komplizierte Bewegungen mit mehreren Bewegungsebenen nicht als Kern deines Trainingsprogrammes integrieren solltest. Ist einmal ein gewisses Gefühl für Stabilität, Koordination und allgemein für deinen Körper entwickelt, dann kannst du dich ohne allzu großes Risiko komplexeren Übungen widmen.

Fortgeschrittene sollten darauf achten auch komplexere Übungen mit mehreren Bewegungsebenen in ihr Training zu integrieren. Außerdem ist es sinnvoll die einzelnen Muskeln des Körpers in verschiedenen Ebenen zu trainieren. Als Beispiel sei hier der Rücken zu nennen. Mit einem Latzug zur Brust oder einem Klimmzug trainieren wir die Rückenmuskeln in der Frontalebene. Als zweite Übung kann man beispielsweise sitzendes Rudern am Kabelzug integrieren, welches in der Sagittalebene ausgeführt wird. Es gibt deinem Körper einen gleichmäßigen Reiz, wenn die Muskulatur in unterschiedlichen Ebenen trainiert wird. Ein weiterer wichtiger Punkt hierbei ist die gleichmäßige Entwicklung deines Muskelapparats. Aus der Fitnessanleitung weist du bereits, dass man z.B. Druck- und Zugübungen gleichmäßig trainieren sollte. Das bedeutet, dass 10 Sätze Bankdrücken und 2 Sätze Rudern in keinem guten Verhältnis stehen um eine gesunde Entwicklung deines Körpers zu gewährleisten. Im Idealfall solltest du auch darauf achten, dass nicht nur gleichmäßig die Gegenspieler der jeweiligen Muskeln trainiert werden, sondern auch gleichmäßig in den einzelnen Bewegungsebenen trainiert wird. So ist zum Beispiel eine Übung Schulterdrücken in der Frontalebene im gleichen Maße auszuführen wie eine Zugübung in der Frontalebene (z.B. Latzug zur Brust.). Selbes gilt beispielsweise auch für die Übung Bankdrücken und Rudern am Kabelzug in der Sagittalebene.

 

merke

 

Verkrampfe dich jetzt aber nicht und versuche verzweifelt deine Übungen alle auszuwechseln. Langfristig solltest du jedoch den Überblick behalten um deinen Körper gleichmäßig zu trainieren. Ich hoffe ich konnte dir wieder ein paar nützliche Informationen an die Hand geben. Viel Spaß beim Ausprobieren und hau rein!

Dein Goeerki

 


1 Marieb, Human Anatomy and Physiology, 9th Edition.