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18. Juli 2018

Was sind eigentlich Satellitenzellen? – Teil 1

Durch die Fitnessanleitung und die vielen Blogartikel haben wir schon Einiges über den Muskelaufbau und speziell über die Muskelproteinbiosynthese erfahren. Artikel wie „Warum dein Körper ständig Muskeln auf- und abbaut“ oder „Was du über den Aufbau deiner Muskeln wissen musst“ haben dir in diesem Zusammenhang die Turnover – Rate aus Muskelproteinaufbau und -abbau als eine der beiden Kernprinzipien des Muskelaufbaus erklärt. In dieser zweiteiligen Blogartikelreihe beschäftigen wir uns mit der etwas anderen Theorie, die im Englischen als Myonuclear Domain Theory, oder kurz als MDT bezeichnet wird.

Wie wir bereits wissen, wird durch einen Trainingsimpuls das Hormon IGF-1 ausgeschüttet. Dieses Hormon kennen wir schon aus der letzten Blogartikelreihe „Die wichtigsten anabolen Hormone und ihre Funktionen“. Das IGF-1 aktiviert die sogenannten Satellitenzellen. Dies sind Zellen deines Körpers, welche im Ruhezustand inaktiv sind und bei Aktivierung die entstandenen Muskelfaserrisse nach deinem Training wieder reparieren können. Wie du bereits weist, entsteht der eigentliche Muskelschaden lediglich auf Ebene der Myofibrillen. Genau dort kommen für die Reparaturfunktion die Satellitenzellen zum Einsatz.

 

Satellitenzellen

 

Im obigen Schaubild erkennt man wie die Satellitenzellen an den Rissen in den Myofibrillen andocken und den Reparaturprozess einleiten. Neben der Aktivierung durch IGF-1 und indirekt durch dein Training, sowie der Reparaturfunktion, können die Satellitenzellen aber noch eine andere, sehr wichtige Aufgabe übernehmen. Welche das ist und inwieweit dies mit der MDT zusammenhängt, erfährst du im Blogartikel der nächsten Woche. Ich hoffe, ich konnte dir wieder ein paar nützliche Infos mit auf den Weg geben. Sei gespannt auf Teil 2, hau rein!

 

Dein Goeerki

 


1 McCall et. al., Acute and chronic hormonal responses to resistance training designed to promote muscle hypertrophy, Canadian Journal of applied physiology, 1999 Feb. 1;24 (1):96107.

2 Hakkinen K. et. al., Acute hormonal responses to two different fatiguing heavy-resistance protocols in male athletes, Journal of applied physiology, 1993 Feb 1;74(2):882-7.

3 Buresh R. et. at., The effect of resistive exercise rest interval on hormonal response, strength and hypertrophy with training, The journal of Strength & Conditioning Research, 2009, Jan 1; 23 (1): 62-71.