Was ist eigentlich propriozeptives Training?

Für viele ist propriozeptives Training nicht wirklich ein Begriff, doch die meisten kennen bestimmt das sogenannte Koordinationstraining. Im heutigen Blogartikel schauen wir uns dieses Thema etwas genauer an und untersuchen, inwieweit man es mit Fitness- oder Krafttraining kombinieren kann.

Propriozeptives Training und Koordinationstraining werden häufig synonym verwendet. Darunter versteht man die Haltungs- und Bewegungskoordination, welche vor allem in der Prävention eine Rolle spielt. Doch diese Art von Training kann nicht nur bei Fehlhaltungen und dergleichen angewendet werden, sondern auch spezifischer in diversen Sportarten, wie z.B. Fußball. Der häufigste Anwendungsbereich ist jedoch die Physiotherapie. Dabei werden häufig Pezzibälle, Trampoline und Wackelbretter benutzt.

Beim Koordinationstraining stimuliert man die Aktivierung der sogenannten Propriozeptoren. Diese kannst du dir wie kleine Sinnesfühler vorstellen, die zu jeder Zeit messen, wo sich dein Körper gerade im 3-dimensionalen Raum befindet. Dadurch können kontinuierlich motorische Korrekturen vorgenommen werden, die es uns ermöglichen das Gleichgewicht zu halten und Bewegungen gezielt auszuführen.

 

Grafik

 

Durch optimiertes Training der Propriozeptoren können wir die motorischen Bewegungen und Korrekturen effizienter gestalten, was mehr Sicherheit und Stabilität im Alltag aber auch im Sport mit sich bringt. Im Fitness- und Kraftsport kann es dir zum Beispiel helfen vor allem bei unilateralen Bewegungen die nötige Balance zu finden. Vielleicht erinnerst du dich noch an dein erstes Mal beim Bankdrücken mit Kurzhanteln oder beim einbeinigen Kniebeugen. In der Regel wackelt man hier hin und her und erst mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an die motorischen Vorgänge, sodass wir auch mehr Gewicht bewegen können. Wenn du zu Beginn Probleme hast, deinen Körper richtig zu bewegen oder koordinativ zu steuern, dann kann es sinnvoll sein ein paar Übungen am Ende deines Trainingsplans einzubauen. Solche Übungen können auch mit dem Aspekt der Fitness oder der Kraft kombiniert werden, z.B. Liegestützen auf einem Ball oder Crunches auf einem Pezziball. Wichtig ist, dass du bei solchen Koordinationsübungen deine Gelenke nicht mit Gewicht belastet. Vielleicht hast du schonmal jemand im Studio gesehen, der Kniebeugen auf einem Wackelbrett macht. Solche Übungen sind sehr gefährlich und gehören in keinen, gut durchdachten Trainingsplan.

Ich hoffe du hast einen kleinen Anreiz bekommen hier und da eine propriozeptive Übung in deinen Plan zu integrieren. Das bringt auch eine angenehme Abwechslung und Spaß mit sich. Versuche das doch einfach mal bei deinem nächsten Training. Bis dahin, hau rein!

Dein Goeerki