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2. Juni 2019

Was ist eigentlich die Rotatorenmanschette? – Teil 2

Im letzten Blogartikel haben wir uns den vorderen Muskel der Rotatorenmanschette näher angeschaut, der sich auf dem Schulterblatt befindet. Wie du bereits weist, besteht die Rotatorenmanschette insgesamt aus 4 unterschiedlichen Muskelpartien. Der heutige, zweite Teil beschäftigt sich mit den restlichen 3 Muskeln auf der hinteren Seite des Schulterblattes.

Auf dem unteren Bild siehst du auf der rechten Seite, wie aus dem letzten Blogartikel, die Vorderansicht. Den Muskel, der durch den roten Punkt markiert ist, kennst du bereits. Es ist der Subscapularis. Die linke Seite des Bildes zeigt das Schulterblatt von der Rückansicht. Die schwarze Linie teilt es dabei in einen oberen und unteren Bereich auf. Im oberen Bereich auf der Rückseite des Schulterblattes befindet sich der Obergrätenmuskel, der auch als Supraspinatus bezeichnet wird. Er wird durch den blauen Punkt markiert. Der Supraspinatus leitet das Abspreizen des Armes, weg vom Körper, ein und hält den Oberarmknochen fest in seinem Gelenk. Der untere Teil des hinteren Schulterblattes ist mit dem Untergrätenmuskel überzogen, der auch Infraspinatus genannt wird. Er wird durch den gelben Punkt markiert, rotiert den Arm nach außen und hält ebenso wie die anderen Muskeln der Rotatorenmanschette den Oberarmknochen in seinem Gelenk. Der letzte Muskel in dieser Reihe wird durch den grünen Balken dargestellt. Dies ist der kleine Rundmuskel der auch als Teres minor bezeichnet wird. Er befindet sich am unteren Ende auf der Rückseite des Schulterblattes und ist, wie die anderen Muskeln der Rotatorenmanschette, mit dem Oberarmknochen verbunden. Teres minor sorgt ebenso für eine Außenrotation des Arms und hält den Oberarmknochen in seinem Gelenk.

 

Grafik

 

Es lässt sich also einfach erkennen, dass die Muskeln der Rotatorenmanschette für die Bewegungen und die Stabilität im Schultergelenk verantwortlich sind. Eine gute Übung, die auch häufig als „Schulterrehabilitationsübung“ bezeichnet wird, ist Face Pulls. Wichtig zu erwähnen bleibt jedoch, dass du diese Übung nur mit sehr wenig Gewicht ausführen solltest, da es hier in erster Linie um einen geschmeidigen Bewegungsablauf geht. Die Muskeln der Rotatorenmanschette geben dir auch einen besonders wertvollen Trainingstipp für die seitliche Schulter. Wie du oben bereits gelernt hast, leitet der Supraspinatus das Abspreizen des Arms ein. Diese Bewegung ist die erste, untere Phase, mit der du Seitheben beginnst. Um nun einen größeren Trainingseffekt für die seitliche Schultermuskulatur zu erzielen, solltest du bei der Abwärtsbewegung deine Arme nicht komplett hängen lassen, sondern ein gutes Stück vorher stoppen und von dort aus, die Arme wieder nach oben führen. Das nimmt nicht nur den unnötigen Schwung aus der Übung, sondern erhöht gleichzeitig den Fokus auf deine seitliche Schultermuskulatur, während der Supraspinatus nicht mithelfen kann.

Ich hoffe du konntest wieder ein paar nützliche Infos aus diesem Blogartikel ziehen. Hau rein!

Dein Goeerki