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9. September 2018

Warum du auf eine ausreichende Wasserzufuhr achten solltest – Teil 2

Im ersten Teil dieser Reihe hast du schon die wichtigsten Fakten zum Wasserhaushalt kennengelernt. Heute tauchen wir etwas tiefer in die Materie ein und schauen uns die Wasserhomöostase genauer an.

Der Begriff der Homöostase begegnet uns in sehr vielen Themenbereichen. Grundsätzlich bezeichnet es die Aufrechterhaltung eines Gleichgewichts. In unserem Fall bedeutet dies, in den einzelnen Bestandteilen des Körpers ein Wasser – Gleichgewicht herzustellen. Wenn also z.B. zu wenig Wasser in den Zellen ist, muss irgendwoher die Wasseraufnahme eingeleitet. Bei einem zu hohem Wasseranteil muss dein Körper die Wasserabgabe aktivieren. Dieses Gleichgewicht spielt natürlich in vielen Körperbereichen eine Rolle. Zur Vereinfachung nehmen wir hier den Innenraum der Zellen als Beispiel. Wichtig ist, dass diese ganzen Prozesse hochkomplex sind und zahlreiche Teile des Körpers darin eine Rolle spielen. Die nachfolgende Erklärung ist stark vereinfacht, vermittelt dir aber den grundlegenden Sachverhalt des Wasserhaushalts. Wie du bereits weist, finden sich im Wasser zahlreiche gelöste Stoffe wie z.B. Salze oder lösliche Proteine. So auch in den Flüssigkeiten deines Körpers. Steigt in einem Körper nun die Anzahl der gelösten Stoffe, dann befindet sich die Zelle nicht mehr im Gleichgewicht. Daraufhin wird dem Hypothalamus (spezieller Bereich in deinem Gehirn) durch verschiedene Hormone signalisiert, dass du Wasser zu dir führen sollst. Dies äußert sich im typischen Durst, mit trockenem Mund und dem allgemeinen Verlangen Flüssigkeit aufzunehmen. Ist umgekehrt die Anzahl gelöster Stoffe in der Zelle sehr niedrig, wird dem Hypothalamus durch einen ähnlichen Hormonkreislauf signalisiert, dass genügend Wasser vorhanden ist und man keine zusätzlichen Flüssigkeiten zuführen braucht. Dieser Sachverhalt wird in folgender Grafik noch einmal vereinfacht dargestellt.

 

Wasserhaushalt

 

Die Grundlage für die Wasserbilanz und die Wasser – Homöostase hast du nun drauf. Im folgenden und letzten Teil dieser Reihe betrachten wir noch kurz die häufig erwähnten Elektrolyte um dann abschließend konkrete Empfehlungen zu geben, die du in deinem Alltag anwenden kannst. Bleib dran und hau rein!

Dein Goeerki

 


1 Michael N. Sawka PhD et al., Nutrition Reviews, 2005. 62(1): 30-39. Human Water Needs.

2 Gropper & Smith, Advanced Nutrition and Human Metabolism 6th Edition.