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25. Dezember 2018

Training bei akuten Schmerzen und Verletzungen

Wahrscheinlich ist es dir auch schonmal passiert. Du bist morgens mit einer Zerrung aufgewacht, falsch aufgetreten oder hast dich im Alltag verhoben und fragst dich nun, ob es sinnvoll ist ins Training zu gehen. Die meisten werden sich wohl denken „no pain, no gain!“ und ihr Training auf Teufel komm raus durchziehen. Dabei können aus kleineren Verletzungen schnell größere, längerfristige Schmerzen entstehen. Im heutigen Blogartikel werden die häufigsten akuten Verletzungen im Kraftsportbereich angesprochen und wie du am besten damit umgehen solltest. In jedem Fall solltest du bei schwerwiegenden oder chronischen Schmerzen einen Doktor aufsuchen und auf das Training komplett verzichten.

Zu den häufigsten, kleineren Verletzungen im Fitnessbereich gehören Schmerzen in Knien, den Ellenbogen, der Schulter und der Ferse. Besonders oft findet man auch Schmerzen im unteren Rücken und im Bereich des Ischiasnervs. Solche Schmerzen können im Alltag oder durch eine schlechte Form beim Krafttraining entstehen. Hast du zum Beispiel nur bei einer speziellen Übung Schmerzen, dann solltest du in jedem Fall deine Technik noch einmal kontrollieren.

Bei den zuvor genannten, kleineren und akuten Schmerzen musst du dein Krafttraining nicht komplett ausfallen lassen. Auch mit leichteren Schmerzen im Ellenbogen kannst du logischerweise Beine trainieren. Wenn aber Rückentraining im Plan steht und du Schmerzen im Unterrücken hast, dann solltest du auf alle Rückenübungen verzichten, die dein Unterrücken belasten wie z.B. Kreuzheben, vorgebeugtes Rudern etc. Das heißt aber nicht automatisch, dass du auf alle Rückenübungen verzichten musst. Alternativ kannst du z.B. statt vorgebeugtem Rudern auf brustgestütztes Rudern an der Maschine zurückgreifen. Suche also nach einer Alternativübung, welche die schmerzende Körperpartie entlastet, aber trotzdem bestimmte Muskeln des übergreifenden Muskelbereichs trainiert. Somit bleibt das Volumen ähnlich hoch, die Frequenz bleibt erhalten und die Intensität kann den Schmerzen entsprechend angepasst werden. In folgender Grafik hast du ein paar Checkboxen, die erfüllt sein sollten, wenn du mit kleineren Verletzungen und Schmerzen trainierst:

 

 

 

Du weist jetzt, wie du mit kleineren Schmerzen und Verletzungen trotzdem das Beste aus deinem Training rausholen kannst. Höre immer auf deinen Körper und vertraue im Zweifelsfall immer auf die Meinung von Fachleuten aus dem Gesundheitsbereich. Hau rein!

Dein Goeerki

 


Marieb, Human Anatomy and Physiology, 9th edition.