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16. April 2018

Flexible oder unflexible Diätplanung?

Neben einer smarten Zielsetzung, die du bereits aus deiner Fitnessanleitung kennst, kann es in einer Diät auch von vielen anderen Faktoren abhängen, ob du langfristig abnimmst. Im folgenden Blogartikel soll ein kurzer Vergleich einer flexiblen und unflexiblen Diätplanung gezogen und im Anschluss auf etwaige Vor – und Nachteile eingegangen werden.

Eine flexible Diät bezieht sich nicht auf ein Abnehmprogramm nach dem Laissez – Faire Prinzip. Vielmehr ist die richtige Auswahl der Lebensmittel gemeint. Während z.B. in der eher unflexiblen Putenbrust – Brokkoli – Diät nur eine Handvoll Nahrungsmittel erlaubt sind, lässt der flexible Ansatz im Wesentlichen alle Lebensmittel zu, solange dabei bestimmte Grundprinzipien eingehalten werden. Diese implizieren allen voran erst einmal der persönliche Geschmack. Wenn dir ein Lebensmittel absolut nicht schmeckt, wirst du über kurz oder lang eine Diät mit einem Großteil dieses Lebensmittels nicht durchziehen können. Des Weiteren sind auf die Makro- UND die Mikronährstoffe zu achten, auf etwaige Krankheiten oder Lebensmittelunverträglichkeiten zu achten. Du merkst also das eine flexible Diät nicht mit dem typischen „If it fits your macros“ – Ansatz übereinstimmt. Hinzu kommen religiöse, ideologische und soziale Präferenzen, wie z.B. der Grillabend im Sommer mit deinen Freunden. Auch der Preis und ob du dir die entsprechenden Lebensmittel überhaupt leisten kannst, spielen eine nicht unwichtige Rolle. Falls du auf manche oder auf all diese Aspekte achten möchtest und gleichzeitig aber nur eine Handvoll Lebensmittel in einem unflexiblen Diätprogramm zu Verfügung hast, kann das schnell zu Problemen und vielleicht sogar zum Abbruch deiner Diät führen.

 

 

Ebendiese Aspekte wurden auch in einer Studie aus dem Jahr 2012 aufgegriffen, welche einen flexiblen mit einem eher unflexiblen Diätansatz verglich. Dabei stellte sich heraus, dass die Testpersonen, die einem unflexiblen Diätansatz folgten, verstärkt zu Cheat-Meals neigten, verlorenes Körperfett nach der Diät schneller wieder ansetzten, eine höhere Quote an Depressionen und Angstzuständen aufwiesen und zum größeren Teil Essstörungen entwickelten. Im Gesamten sind die Testpersonen mit dem unflexiblen Diätansatz nicht solange am Ball geblieben, wie die Testpersonen des flexiblen Diätansatzes.

Du merkst also, dass ein flexibler Diätansatz für die meisten Menschen eher positiv zu bewerten ist. Jedoch kann ein unflexibler Diätansatz gerade für Menschen, die sich nach Struktur und immer wiederkehrenden Mustern sehnen am Anfang eine bessere Leitlinie sein. Wenn du dich als eine solche Person einschätzt und von den zuvor genannten Einflussfaktoren, nur sehr wenige auf dich zutreffen, dann kann man durchaus mit einem unflexiblen Diätansatz auch gute Erfolge erzielen. Ich hoffe ich konnte dir wieder ein paar nützliche Tipps mitgeben. Hau rein!

 

Dein Goeerki

 


1 Smith, C.F., et al. Flexible vs Rigid dieting strategies: Relationship with adverse behavioral outcomes. Appetite, 1999. 32(3): p. 295-305.

2 Westenhoefer, J., et. Al., Cognitive and weight-related correlates of flexible and rigid restained eating behaviour. Eating Behaviors, 2013. 14(1): P. 69-72.