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12. August 2018

Das Schicksal der Makronährstoffe – Teil 3: Die Proteine

Im ersten Teil dieser Reihe über die Makronährstoffe haben wir uns die Fette näher angeschaut. Letztes mal ging es dann um die Kohlenhydrate und welche Wirkungsweisen diese in deinem Körper haben. Im heutigen, abschließenden Part beschäftigen wir uns, wie du bestimmt schon geahnt hast, mit den Proteinen.

Wie auch die Fette, sind Proteine für unseren Organismus lebensnotwendig. Sie sind unter anderem für die gesunde Struktur deiner Haare, Haut und Muskeln zuständig. Wie du bereits weist, bestehen Proteine aus 21 Aminosäuren, von denen 9 essenziell für deinen Körper sind. Im Verdauungsprozess werden die, durch die Nahrung aufgenommenen, Proteine durch Enzyme in die einzelnen Aminosäuren oder in kleine Ketten aus Aminosäuren, den sogenannten Oligopeptiden, zerlegt. Dein Körper besitzt eine Art Aminosäurepool, auf den er in z.B. Notfallsituationen zugreifen kann. Eine Übersicht der wichtigsten Einsatzorte findest du in der nachfolgenden Grafik.

 

Proteine

 

Die kleinen Aminosäurebausteine können z.B. in der Synthese von körpereigenen Proteinen verwendet werden. Dieser Prozess wird von der DNA kontrolliert und findet in den Ribosomen und dem Zellkern statt. Der wohl bekannteste Aspekt ist die Muskelproteinsynthese und der Muskelproteinabbau. Entscheidend für den Muskelaufbau ist, wie wir bereits wissen, der Nettowert aus diesen beiden Prozessen. Daneben können die synthetisierten Proteine aber auch in anderen Bereichen des Körpers genutzt werden, wie z.B. bei bestimmten Plasmaproteinen oder bei der Herstellung von Neurotransmittern, die unter anderem für die Signalweiterleitung in deinem Gehirn vonnöten sind. Eine weitere mögliche Funktion ist der Einsatz als Energiesubstrat. Im Rahmen der Gluconeogenese und der Ketogenese kann dein Körper hier unter bestimmten Bedingungen, wie z.B. bei Nahrungskarenz, Proteine auch zur Energiegewinnung nutzen. Du merkst also, dass Proteine nicht nur für den Muskelaufbau gebraucht werden, sondern zahlreiche andere, wichtige Funktionen in deinem Körper haben. In jedem Fall solltest du auf eine geeignete Proteinzufuhr im Rahmen der Empfehlungen aus der Fitnessanleitung achten. Ich hoffe du hast ein paar nützliche Informationen aus dieser kurzen Blogartikelreihe mitnehmen können. Bis dann, hau rein!

 


1 Biochemistry. 5th edition, Berg JM, Tymoczko JL, Stryer L., New York: W H Freeman; 2002.

2 Kodde IF., van der Stok J., Smolenski RT., de Jong JW, Metabolic and genetic regulation of cardiac energy substrate preference, Comp. Biochem. Physiol., Part a Mol. Integr. Physiol. 146 (1): 26-39.