Jetzt starten
Login
31. Juli 2018

Das Schicksal der Makronährstoffe – Teil 1: Die Fette

In dieser dreiteiligen Blogartikelreihe beschäftigen wird uns mit den Makronährstoffen und was mit ihnen, nach der Aufnahme in unserm Körper, passiert. Im ersten Part konzentrieren wir uns auf die Fette, bevor wir dann später auf die Kohlenhydrate und die Proteine eingehen. Dadurch bekommst du Grundkenntnisse, die dir dabei helfen zu verstehen, dass jeder Makronährstoff seine wichtige Rolle in deinem Stoffwechsel hat.

Neben anderen Funktionen haben die Fette drei wichtige Aufgaben: Sie dienen als Baustoff für die Membranen, die deine Körperzellen umgeben, sie sind sehr stark im Hormonhaushalt deines Körpers beteiligt und sie sind wertvolle Energielieferanten. Wenn du Fette durch die Nahrung aufnimmst, wie z.B. durch Käse oder Avocados, müssen diese von Enzymen wie der Lipase erst in kleinere Bausteine (meist Triglyceride) aufgespalten werden, bevor sie im Körper weitertransportiert und aufgenommen werden. Vereinfacht gesagt, können die verkleinerten Fettbausteine dann drei Wege wählen, die in der unteren Grafik dargestellt sind.

 

Fette

 

Zum einen können aus den Bausteinen sogenannte Ketone hergestellt werden, auf die dein Körper in erster Linie in einer Fastenphase und bei niedriger Kohlenhydrataufnahme zugreifen kann. Im zweiten Weg können sie im Rahmen der sogenannten Beta – Oxidation in Acetyl – Coenzym – A umgewandelt werden, welches dann in weiteren Stoffwechselwegen für die Energieproduktion genutzt werden kann. Der letzte Weg ist die Speicherung der Fettbausteine im eigenen Körper. Dies kann in der Leber, dem Fettgewebe oder in den Muskeln von statten gehen. Das viszerale Fettgewebe befindet sich um die körpereigenen Organe, während der andere Speicherort das sichtbare, unter der Haut befindliche Fettgewebe ist. Die dort vorhandenen Fettzellen beeinflussen als Quelle für Leptin auch das Hungergefühl. In der Leber können die Fettbausteine auch in den Hepatozyten – Zellen gespeichert werden. Hier werden auch die zuvor erwähnten Ketone produziert. Als wichtiges Beispiel sollte vor allem dein Herz und dein Gehirn erwähnt werden, welche bei längeren Fastenphasen auf Ketone angewiesen sind. Du merkst also, dass auch die angeblich „bösen“ Fette ihre wichtigen Rollen in deinem Körper haben und du in jedem Fall darauf achten solltest, die richtige Menge in deine Ernährung aufzunehmen. Empfehlungen hierzu findest du wie gewohnt in deiner Fitnessanleitung. Bis dahin, hau rein!

Dein Goeerki

 


1 Biochemistry. 5th edition, Berg JM, Tymoczko JL, Stryer L., New York: W H Freeman; 2002.

2 Kodde IF., van der Stok J., Smolenski RT., de Jong JW, Metabolic and genetic regulation of cardiac energy substrate preference, Comp. Biochem. Physiol., Part a Mol. Integr. Physiol. 146 (1): 26-39.